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Auf der Suche nach der richtigen SD-Karte

Jens Reinemer

Autor: Jens Reinemer

Jeder Fotograf war schon einmal genau an diesem Punkt. Für das neue Hobby musste eine komplett neue Fotoausrüstung her. In den meisten Fällen spielt Geld bei der Anschaffung der Fotoausrüstung keine Rolle, man möchte einfach nur als Anfänger die fetteste Kamera besitzen. Nachdem man sich auf den Weg zum lokalen Fotogeschäft gemacht hat, wurde von einem freundlichen Verkäufer eine teure Kamera und das teurere Objektive mit der passenden Ausrüstung auf der Theke ausgebreitet. Lieber ein paar Euro mehr ausgeben ist meistens das Motto, um dafür sicher für die Zukunft gerüstet zu sein – diese Worte hört man oft von Verkäufern. Am Ende wird das Budget knapp und es wird sich ohne großes Wissen für eine preisgünstige SD-Karte mit bspw. 64GB von einem unbekannten Hersteller entschieden.

Nachdem ersten Besuch bei einem Fotowalk hatte man zwar die beste Fotoausrüstung und dadurch gestochen scharfe Fotos auf der Speicherkarte, jedoch wurde die Freude beim Einspielen der Fotos daheim wieder zerstört. Es gab einen nicht nachvollziehbaren Kartenfehler und dadurch einen sehr ärgerlichen Verlust aller gemachten Fotos.

Jeder Fotograf der in den anfänglichen Erfahrungen steckt, wird sich nach solch einem Vorfall intensiver mit der Thematik dieses Speichermediums durch eine nicht unbekannte Suchmaschine informieren. Damit du deinen Kindern solch eine Kurzgeschichte nie erzählen musst, werde ich als Gründer vom SD-Karten Portal kurz und knapp auf die wichtigsten Faktoren dieses Speichermediums eingehen.

Heutzutage nutzen fast alle Kameras eine SD-Karte um Fotos oder auch Videos darauf zu speichern. Selbst habe ich hier noch eine SD-Karte mit 8 MB rumfliegen, wogegen sich heutzutage Fotografen über bis zu 512 GB Speicherplatz auf einem 32 x 24 Millimetern großen Speicherchips freuen dürfen. Das konnte sich früher niemand vorstellen. microSD-Karten setzt man vermehrt in Smartphones ein. Damit SD- und Micro-SD-Karten miteinander kompatibel sind benötigt man einen Adapter.

SD, SDHC, SDXC – Was sind die Unterschiede?

Wenn man im Internet nach SD-Karten sucht muss man sich die Frage stellen, ob ein angehender Fotograf überhaupt noch einen Überblick über die ganzen neuen Modelle bekommt. Genau aus diesem Grund habe ich die Wissensdatenbank SD-Karten Portal gegründet. Die Anforderungen nach mehr Speicherplatz und höheren Übertragungsgeschwindigkeiten beim Schreiben und Lesen von Daten werden immer höher.

Kennst du den Unterschied von SDHC und SDXC?

  • SDHC-Karten (»HC« steht für »High Capacity«), diese haben eine Größe zwischen 4 und 32 Gigabyte
  • SDXC-Karten (»XC« steht für »eXtended Capacity«) gibt es in den Größen von 48 Gigabyte bis maximal 2 Terabyte

Wenn du dir eine Speicherkarte mit viel Speicherplatz besorgen möchtest wirst du momentan nur bis 512 GB kommen, für die Zukunft ist also noch etwas Luft nach oben.

Durch unterschiedlich genutzte Dateisysteme ist nicht jeder Standard kompatibel zu jedem Gerät, mit SD-Steckplätzen. Das ist eine wichtige Information für jeden Fotografen. SDXC-Karten können nur mit Geräten genutzt werden, die SDXC ausdrücklich unterstützen. SDHC-Karten passen hingegen problemlos in Geräte mit SDHC- und SDXC-Unterstützung. Normale SD-Karten laufen wiederum auf allen Geräten.

UHS-I, UHS-II und Speed-Klassen

Die Transferrate ist ein großes Thema, neben der Kapazität. ­­­Mit einer schnellen Kamera kann man die Geschwindigkeitsvorteile einer SD-Karte komplett ausnutzen. Damit du als Käufer die richtige SD-Speicherkarte kaufst, haben sich alle Hersteller auf einen einheitlichen Standard geeinigt.

Welche Übertragungsstandards gibt es?

Es gibt die Normal/High-Speed welche auf der Speicherkarte durch einen auf der rechten Seite offenen Kreis mit einer Zahl darin dargestellt wird. Die Zahl spiegelt die Schnelligkeit der Karte wieder, also was diese mindestens speichern kann. Eine 2 steht für 2 Megabyte pro Sekunde, eine 10 entsprechend für 10 Megabyte pro Sekunde.

Wer nicht auf alte Hasen setzen möchte sollte sich für den neuen Übertragungsstandard Ultra High Speed entscheiden. Unterteilt wird hier in UHS-I und UHS-II. Bei SDHC- und SDXC-Karten gibt es nur UHS-I, die mit einer I gekennzeichnet sind. SD-Karten unterstützen den UHS-Standard generell nicht.

Damit du die volle Geschwindigkeit einer SD-Karte ausnutzen kannst, muss natürlich auch deine Digitalkamera die entsprechenden Übertragungsstandards beherrschen. Alle UHS-Karten beherrschen den älteren Standard Normal/High Speed. Daher brauchst du dir also keine Sorge machen, dass deine aktuelle Karte in einer etwas älteren Kamera gar nicht funktioniert. Man kann dann eben nur nicht den UHS-Standard zur Datenübertragung nutzen.

Es gibt in diesem Spiel aber immer wieder Ausnahmen, das sind die sogenannten UHS-Karten, bei denen es sich immer um SDHC- oder SDXC-Modell handelt, die in Digitalkameras für normale SD-Karten nicht funktionieren.

Was muss man beim Kauf beachten?

Beim Kauf einer SD-Speicherkarte sollte man vor allem darauf achten, dass sie Daten schnell speichern kann.

Meine SD-Karten Empfehlung

In den letzten Jahren habe ich etliche SD-Karten von verschieden Herstellern mit verschiedenen Speicherkapazitäten getestet. Hängengeblieben bin ich an der SanDisk Extreme PRO SDHC mit 32 GB. Mich hat die superschnelle Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 95 MB/Sek überzeugt. Dazu ist die Speicherkarte stoßfest, temperaturbeständig, wasserfest und röntgenstrahlengeschützt, optimal für meine Fotowalks in Mainz, Wiesbaden und Frankfurt. Im Bereich der microSD-Karten nutze ich folgende Karte: Transcend Ultimate microSDHC UHS-I U3 mit 64 GB

Wenn du noch mehr Informationen über SD-Karten brauchst, schau in meinem SD-Karten Portal vorbei.

Jetzt möchte ich gerne von dir wissen für welche Speicherkarten du dich entschieden hast?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

About the author

Christian Thieme

Christian Thieme

Christian Thieme ist Journalist und Fotograf aus Nordrhein-Westfalen.

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