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Drei Fragen an Espen Eichhöfer

Espen Eichhöfer ist Fotograf aus Berlin und Mitglied der Agentur Ostkreuz. Aktuell hat er eine Startnext-Kampagne begonnen, um zu klären, ob es in Deutschland künftig noch möglich sein wird, auf der Straße oder insgesamt im öffentlichen Raum Menschen zu fotografieren (siehe Fotowalker-Artikel) (zum Zwecke der Ausstellung im künstlerischen Kontext, z. B. Galerie/Museum). Sein Motto: Streetphotography muss weiterhin möglich sein!

Welche Bandbreite von Reaktionen hat deine Kampagne bisher ausgelöst?

Ich habe Zuspruch von sehr vielen Kollegen bekommen und es zeigte sich ein großes Medieninteresse. Unter anderem erschien ein Beitrag in der Sendung “titel thesen temperamente” auf Das Erste und dann gab es noch Interviews in Fotonews, der Berliner Zeitung sowie Freelens.

Wie sieht dein Wunschziel genau aus? Wie sollte deines Erachtens die Straßenfotografie in Deutschland zukünftig geregelt sein?

Dies ist nicht ganz einfach zu beantworten, da sich natürlich eine Abgrenzung zu herabsetzenden, paparazzihaften Darstellungen von Menschen nicht immer leicht ziehen lässt. Martin Parrs Bilder sind ja auch nicht immer “vorteilhaft” für die dargestellten Personen. Aber dennoch: Kunst muss frei sein, darf so einiges und muss auch einiges dürfen!

Wie ist der aktuelle Stand? Wie geht es in den nächsten Monaten weiter?

Der Rechtsstreit ist in der zweiten Instanz, das Urteil war in der ersten sehr unklar. Ich warte nun auf eine Terminierung für die zweite Instanz.
In dieser Zeit will ich versuchen mit der Crowdfunding-Aktion eine Grundlage zu bekommen, um den Rechtsstreit potenziell bis vor das Bundesverfassungsgericht durchziehen zu können.

About the author

Christian Thieme

Christian Thieme ist Journalist und Fotograf aus Nordrhein-Westfalen.

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